Die Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau von der Menschwerdung“ stammt aus dem Jahr 1505. Besonders hervorzuheben sind die Kassettendecke im Mudéjar-Stil im Presbyterium und im Mittelschiff. Die 1721 erbaute Kapelle des Tabernakels weist eine Rokoko-Kuppel von gewissem künstlerischem Wert auf. Der Turm, der zwar erst nach dem Bau der Kirche errichtet wurde, stammt jedoch ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert und fügt sich harmonisch in den Mudéjar-Stil ein.
Die Kirche von Comares ist das herausragendste Bauwerk der Stadtgeschichte. Nach der Eroberung der Stadt war sie Teil des sogenannten "Vikariats von Málaga".
Im Laufe der Jahre wurde die Kirche von Comares wurde mehrfach repariert und erweitert, insbesondere Ende des 17. und im 18. Jahrhundert, Die Sakristei wurde 1721 vergrößert, als die Sagrario-Kapelle gebaut wurde.
Der Haupteingang der Kirche ist nach Süden ausgerichtet. Hinter dem Chor befindet sich ein Innenhof, der früher als Friedhof diente. Die Kirche besteht aus drei Schiffen, sieben Spitzbögen mit abgeschrägter Archivolte sowie vier Pfeilern mit Vorsprung und einem Bodenbelag im typischen Stil der Nasriden. Das Dach ist wirklich sehenswert. Es besteht aus einer sehr gut erhaltenen Trogkonsole mit reich verzierten geometrischen Bordüren und einem zentralen Schleifenmotiv mit Mukarabé. Es verfügt über fünf paarweise angeordnete Stützbalken, von denen die äußeren in das Mauerwerk eingelassen sind, sowie über Konsolen im Renaissancestil. Den Unterlagen zufolge wurde diese Holzkonsole im 16. Jahrhundert gefertigt, und das Holz wurde aus Cartagena herbeigeschafft.
Die Hauptkapelle ist quadratisch und verfügt über ein Walmdach mit Dachquadranten und einer Dachspitze. Die Balken der Seitenschiffe ruhen auf hölzernen Konsolen. Sowohl die Deckenkonstruktion des Mittelschiffs als auch die des Presbyteriums sind im Mudéjar-Stil gehalten. Der Hauptaltaraufsatz war einst von großem künstlerischem Wert, wurde jedoch 1931 zerstört. Im Jahr 1948 wurde er vollständig wieder aufgebaut. Die Seitenkapelle des Tabernakels besteht aus einer einzigen, reich verzierten Kugelkuppel. Von außen bildet sie einen achteckigen Turm. Es wird angenommen, dass die Kapelle und der Turm des Sagrario von einem Seemann erbaut wurden, aufgrund eines Versprechens, das er abgegeben hatte, als er in Seenot geriet.