Diese Kirche wurde 1505 auf Wunsch der Königin Isabella unter dem Patronat Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz auf Anordnung des damaligen Erzbischofs von Sevilla und Metropoliten von Málaga, des Dominikanermönchs Fray Diego de Deza (daher der mögliche Name der Kirche, da er der Schutzpatron dieses Ordens ist), gemäß einer Bulle von Papst Innozenz VIII. errichtet und später, 1510, von Papst Julius II. bestätigt.
Es wurde im gotisch-mudéjarischen Stil erbaut, wobei sich dieser Stil mit späteren Anbauten im Barockstil aus dem 18. Jahrhundert abwechselte und harmonierte. Es besteht aus drei getrennten Hallen durch kreuzförmige Pfeiler, die Spitzbögen stützen. In der Mittelschiff, die höher und breiter ist als die seitlichen, besticht durch ihr Mudéjar-Fachwerk aus dem 16. Jahrhundert, das aus Vierfachschleifen besteht, die aus Sternen und Querstreben gebildet werden, welche an den Rändern der Schürze entspringen, wobei die Bretter mit Menados und ausgeschnittenen Sternen verziert sind. Sechs mit Schleifen verzierte Doppelstreben, die auf S-förmigen Stützen ruhen, verstärken das Dachgebälk. Die Seitenschiffe, Die von einfachen auskragenden Holzbalken überdachten Nischen dienen zur Unterbringung von Heiligenbildern, unter denen besonders diejenige zu erwähnen ist, die sich in der Mitte des Evangelienschiffs befindet: eine dreiteilige Nische, die aus einem Rundbogen über korinthischen Säulen besteht, die auf Konsolen ruhen, die wie ausgeschnittene Platten wirken, und deren mittlerer Bogenabschluss mit einer barocken Verzierung geschmückt ist.
Das Presbyterium, Er hat einen quadratischen Grundriss und ist durch einen spitzbogigen Hauptbogen vom Mittelschiff getrennt; er wird von einem äußerst interessanten achteckigen Fachwerk im Mudéjar-Stil aus dem 16. Jahrhundert überspannt, die mit Schleifen aus zehn und fünf Sternen in der Mitte der Dachschrägen verziert ist und in der Mitte des Dachfirsts von einer Mokarab-Kugel gekrönt wird. In die Schleifen sind die „Limas mohamares“ integriert, die die Verbindungsstellen zwischen den Dachschrägen bedecken… Rechts vom Presbyterium befindet sich die Sakristei, durch die man zum Glockenturm gelangt, der einen quadratischen Grundriss aufweist und gegenüber der Kirche leicht gedreht ist.
Am Fuß des Mittelschiffs befindet sich der 1784 errichtete Chor mit einer hohen Holzbalustrade; er erstreckt sich über die gesamte Breite der drei Kirchenschiffe und wird von Kreuzrippengewölben getragen, die auf Querbögen ruhen, welche wiederum auf ausgeschnittenen Platten aufliegen. Durch einen Durch eine offene Öffnung am Fuße der Kirche, im Epistel-Schiff, gelangt man zum Baptisterium.
Im Chorraum bzw. im Evangelienraum befinden sich die beiden Kapellen der Kirche von El Borge. Beide haben einen achteckigen Grundriss und stellen neben dem Chor den wichtigsten barocken Beitrag des 18. Jahrhunderts zu diesem Gotteshaus dar. Die größere Nische weist im Inneren Nischen auf und verfügt über ein schmuckloses Gewölbe mit acht Feldern; im Erdgeschoss befindet sich die Krypta, die von der Kirche aus zugänglich war, ein kleiner Raum, an dessen Wänden sich mehrere Ebenen von Nischen aus Ziegelstein aneinanderreihen und in denen die Grabsteine der in der Kirche befindlichen Bestattungen aufbewahrt werden, die im Rahmen einer früheren Maßnahme dorthin verlegt wurden. Die zweite, kleinere Kapelle weist denselben Aufbau wie die vorherige auf: einen ersten quadratischen Teil, über dem sich ein zweiter achteckiger Teil erhebt.
In An der Außenfassade fällt besonders die Mauerwerkkonstruktion mit Ziegelverblendung ins Auge. An den Dachvorsprüngen des Mittelschiffs und des Presbyteriums fallen besonders die Mudéjar-Konsolen mit doppelter Schale ins Auge. Die Der Glockenturm besteht aus zwei Abschnitten die durch eine schlichte Reihe aus Ziegelimposen voneinander getrennt sind. Im oberen Teil des Turms, der im Gegensatz zum völlig schmucklosen unteren Teil zwei Rundbogenöffnungen an der Nordost- und Südostseite aufweist, befinden sich die Glocken. An der Nordfassade, die zum Platz „Plaza de la Constitución“ hin offen ist, befindet sich die Uhr mit rundem Zifferblatt. Der Turm weist ein Walmdach mit arabischen Dachziegeln und einer sägezahnförmigen Traufe auf.