Die archäologische Stätte am Leuchtturm von Torrox umfasst eine Reihe von Überresten aus der Römerzeit, die sie zu eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten in der Provinz Málaga.
Die Anlage, die vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. genutzt wurde, besteht aus einer Villa, einer Salzfischfabrik und Keramikbrennöfen sowie einer Nekropole und Thermen. Die durchgeführten Ausgrabungen sowie historische Quellen bestätigen, dass es sich bei dieser Fundstätte um ein bedeutendes Zentrum für die landwirtschaftliche und fischereiliche Produktion und den Export handelt, das mit der Stadt CAVICLUM identifiziert wird, die im “Itinerarium Antonini” zwischen den Städten Sexi (Almuñécar) und Menoba (Mündung des Flusses Vélez) erwähnt wird.
Leider sind durch die Bebauung der Umgebung des Leuchtturms andere Elemente verschwunden, die unser Bild von dieser wertvollen Stätte vervollständigt hätten. Daher gewinnt der erhaltene Teil als Zeugnis unserer reichen Vergangenheit umso mehr an Bedeutung.
Die Villa wurde 1905 im Zuge von Renovierungsarbeiten am Leuchtturm entdeckt und ausgegraben. Damals wurde ein umfangreicher Raumkomplex gefunden, der um einen Säulenhof angeordnet war, von dem heute nur noch ein kleiner Bereich im Westen freigelegt ist, der 1940 erneut ausgegraben wurde.
Der Teil, der Das Gebäude, das wir heute besichtigen können, besteht aus mehreren Räumen, die um einen kleinen Innenhof mit Impluvium angeordnet sind. (kleines Becken zum Auffangen von Regenwasser). Obwohl die Baumaterialien bescheiden waren – Schiefer und grobe Quadersteine, die mit Sand und Kalk verbunden wurden –, wirkte das Bauwerk deutlich prächtiger, da die Wände mit rot und ockerfarben gestrichenem Stuck verkleidet waren. Zudem war der Boden mit Mosaiken verziert, von denen einige Überreste vor Ort erhalten sind, während andere im Archäologischen Museum von Málaga und Barcelona zu sehen sind. Die Blütezeit der Villa lässt sich auf das 3. Jahrhundert n. Chr. datieren.
Es lohnt sich, die Bedeutung der in Torrox gefundene Mosaike, sowohl wegen ihrer Seltenheit als auch wegen ihres hervorragenden Erhaltungszustands. Es gibt mehrere Exemplare, die Gottheiten und Tiere darstellen. Hervorzuheben sind auch diejenigen mit geometrischen Verzierungen, von denen sich einige noch in der archäologischen Stätte der Stadt befinden. Außerdem ist ein Teil der römischen Straße erhalten geblieben.
In diesem Teil des Komplexes, in den ehemaligen Räumlichkeiten des Leuchtturmwärters, befindet sich heute das Besucherzentrum der römischen Ruinen am Leuchtturm von Torrox, das einen interessanten Ausstellungsrundgang bietet, der dabei hilft, sich ein Bild davon zu machen, wie diese Siedlung in der Römerzeit aussah. Dort finden regelmäßig Führungen, Workshops, Vorträge und Vortragsreihen statt.
Kontaktnummer: 952538525